Früherkennung ist wichtig
Hodenkrebs kann zufällig, ohne Risikofaktor, entstehen. Gerade die Selbstkontrolle ist wichtig, da die kostenlose Früherkennung beim Arzt erst ab 45 Jahren angeboten wird.
Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung, von der besonders Männer zwischen 25 und 45 Jahren betroffen sind. Jährlich wird bei rund 4060 Patienten in Deutschland die Krebsdiagnose gestellt. Im Unterschied zu anderen Tumorerkrankungen sind die Betroffenen im Durchschnitt noch sehr jung – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 38 Jahren. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, von der Erkrankung vollständig geheilt zu werden, im Gegensatz zu Prostatakrebs. Umso wichtiger ist es, dass Männer mögliche Anzeichen ernst nehmen und mit entsprechenden Symptomen den Arzt aufsuchen – auch wenn der Gang dorthin für viele noch mit Scham behaftet ist. Eine regelmäßige Selbstkontrolle ist zudem wichtig und kann entscheidend zur Früherkennung beitragen.
Hodenkrebs entsteht meist in einem von beiden Hoden des betroffenen Mannes. Dabei vermehren sich die Zellen im Gewebe derart unkontrolliert, dass sie auch in umliegende Organe hineinwachsen und diese beschädigen oder zerstören können. Männer sollten nach Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) auf folgende Alarmsignale achten:
Da durchschnittlich Männer jüngeren Alters an Hodenkrebs erkranken und die Erkrankung mit Unfruchtbarkeit einhergehen kann, sollten Betroffene mit noch nicht abgeschlossener Familienplanung sich zur Möglichkeit des Einfrierens ihrer Samen (Sperma-Kryokonservierung) ärztlich beraten lassen.
Hodenkrebs beginnt oft mit einer lokalen Ausbreitung innerhalb eines Hodens. In etwa drei von vier Fällen ist der bösartige Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf den Hoden beschränkt. Bei fortschreitendem Wachstum kann das Karzinom dann die Hodenkapsel durchbrechen und in umliegendes Gewebe wie den Nebenhoden oder den Samenstrang eindringen.
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Durch die Beteiligung von Lymphgefäßen können Krebszellen auch in die nahegelegenen Lymphknoten entlang der Bauchschlagader gelangen. Sobald die Tumorzellen in die Blutbahn gelangen, können sie sich über den Blutkreislauf in andere Gewebe und Organe ausbreiten sowie Metastasen bilden, typischerweise in der Lunge. Trotz der Bildung von Metastasen haben nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die meisten Männer mit Hodenkrebs jedoch gute Heilungschancen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
2024-02-10T08:23:25Z